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Biogasanlage verkaufen – deutschlandweit, Schwerpunkt Bayern

Biogasanlage verkaufen: Was Ihre Anlage vor dem EEG-Ende wirklich wert ist.

EEG-Restlaufzeit, Substrat, Wärmekonzept, Technik und Genehmigung bestimmen den Ertragswert – nicht das Baujahr. Geben Sie Ihren Landkreis ein und erhalten Sie eine ehrliche Ersteinschätzung vom Fachmakler für Biogas, Biomethan und Hofstellen.

  • Ertragswert statt Schrottwert
  • Diskret, ohne Inserat
  • Flex, Biomethan, THG-Quote geprüft
Lieber anrufen? 08161/18505-50
Biogasanlage mit Fermenter und Gasspeicher auf einem landwirtschaftlichen Betrieb

01 · Lage 2026

Warum jetzt so viele Anlagen zum Verkauf stehen.

EEG-Auslauf

Rund 9.000 Anlagen in Deutschland; die Jahrgänge 2004–2011 fallen bis 2031 aus der Festvergütung. Ohne Anschlusskonzept sinkt der Stromerlös von 18–22 ct auf Marktwert um 6–9 ct/kWh.

Substratkosten

Mais, Pacht und Gülle-Logistik sind seit 2021 um 30–50 % teurer. Anlagen mit hohem NawaRo-Anteil verlieren Marge, Gülle-/Reststoffanlagen gewinnen.

Flex-Pflicht & Technik

Die Ausschreibung verlangt Flexibilität (Überbauung ≥ 2, Mindestanteil Gülle). Ältere BHKW, Fermenter-Dächer und Gasspeicher sind oft am Ende der Lebensdauer – Investitionsstau 500.000–2 Mio. €.

Genehmigung & Auflagen

AwSV, TA Luft 2021, Düngeverordnung (Lagerkapazität 9 Monate), Störfallrecht ab 10 t Biogas. Nachrüstungen kosten und verunsichern Betreibernachfolger.

Nachfolge

Viele Betreiber sind 60+. Kinder übernehmen den Hof, aber nicht die 24/7-Anlage. Das ist der häufigste Verkaufsgrund – und der beste Zeitpunkt, solange die Anlage läuft.

02 · Technik

So läuft eine Biogasanlage. Vom Stall bis zurück aufs Feld.

Zwei Darstellungen: das klare 2D-Schaubild mit Technik- und Geldkreislauf und die 3D-Anlage mit Ebenen für Technik, Geld und CO₂. Tippen Sie auf jede Station. Ihre eigene Anlage rechnen Sie unten im Biogas-Wert-Check durch.

1 · HERKUNFT 2 · EINTRAG 3 · VERGÄRUNG 4 · GASSTRECKE 5 · VERWERTUNG 6 · GÄRREST UND KREISLAUF Stall Gülle und Mist Acker und Grünland Mais, Gras, GPS Reststoffe Futterreste, Pflegegras Vorgrube Gülle pumpfähig Fahrsilo Silage lagert Feststoffeintrag Dosierer, Schnecke Fermenter 38 bis 42 °C, gerührt Gashaube Nachgärer Restgas nutzen Fackel Sicherheit Gasreinigung reinigen, trocknen BHKW Gasmotor, Generator Aufbereitung Option: Biomethan Stromnetz Einspeisung, EEG Wärme Hof, Nahwärme Trocknung Holz, Getreide Gasnetz oder Kraftstoff Gärrestlager gasdicht abgedeckt Separator fest und flüssig Ausbringung Dünger zurück aufs Feld KREISLAUF €€€€€€€€€

Gestrichelte Linien: nur bei Bedarf oder als Alternative. Auf dem Handy seitlich wischen.

Erlöse

Wer zahlt was? So verdient eine Biogasanlage Geld

Eine Anlage hat bis zu fünf Geldquellen. Wie viele davon genutzt werden, entscheidet über den Wert beim Verkauf.

Marktwert:Strombörse→Direktvermarkter→Anlage
Marktprämie:Bundeshaushalt→Netzbetreiber→Anlage
Strom, Teil 1

EEG-Marktprämie

Zahler: Netzbetreiber

Differenz zwischen garantiertem Wert und Marktwert. 20 Jahre ab Inbetriebnahme, danach Anschlussförderung über Ausschreibung. Seit Juli 2022 ohne EEG-Umlage, finanziert aus dem Bundeshaushalt.

Höchstwert Ausschreibung 2026 Bestandsanlagen: 19,83 ct/kWh
Strom, Teil 2

Marktwert an der Börse

Zahler: Direktvermarkter

Er verkauft den Strom an der Strombörse und zahlt den Erlös abzüglich seines Entgelts aus. Strom in teuren Stunden bringt mehr.

Schwankt je Viertelstunde
Strom, Teil 3

Flexibilität

Zahler: Netzbetreiber

Geld für Leistung, die gezielt dann Strom liefert, wenn er gebraucht wird. Nach dem Biomassepaket wird die Förderung nur noch für die 11.680 Viertelstunden mit der höchsten Einspeisung im Jahr gezahlt.

Flexibilitätszuschlag: 100 € je kW und Jahr
Wärme

Wärmeverkauf

Zahler: Wärmekunden

Nachbarn, Gemeinde, Schule, Gewerbe oder Trocknung über einen Wärmeliefervertrag. Im eigenen Betrieb ersetzt die Wärme Heizöl oder Gas. Altanlagen bekommen ggf. einen KWK-Bonus.

Preis laut Wärmeliefervertrag
Gas

Biomethan

Zahler: Gashändler, Stadtwerke

Aufbereitetes Gas ins Erdgasnetz oder als Kraftstoff. Beim Kraftstoff zahlen Mineralölunternehmen zusätzlich für die THG-Quote.

Höchstwert Biomethan-Ausschreibung 2026: 23,13 ct/kWh
Gärrest

Dünger statt Abfall

Zahler: eigener Betrieb, Nachbarn

Ersetzt Mineraldünger. Ersparnis oder Verkaufserlös, in Überschussregionen aber auch ein Kostenfaktor.

Hängt von Nährstoffbilanz der Region ab

Stand: Höchstwerte der Bundesnetzagentur vom 20.02.2026, Biomassepaket im EEG. Die tatsächliche Vergütung einer Anlage steht im Bescheid des Netzbetreibers bzw. im Zuschlag.

CO₂

CO₂: Abfall oder Geld?

Rohbiogas besteht zu rund 40 bis 50 % aus CO₂. Wer damit klug umgeht, macht aus einem Nebenprodukt einen Erlös oder ein Verkaufsargument.

Grundprinzip

Der CO₂-Kreislauf

Pflanzen binden beim Wachsen CO₂ aus der Luft. Bei der Verwertung wird genau dieses CO₂ wieder frei. Deshalb gilt biogenes CO₂ als klimaneutral.

Heute schon Geld

Methan aus Gülle vermeiden

Offen gelagerte Gülle gast Methan aus, das viel stärker aufs Klima wirkt als CO₂. Vergärt man sie, wird das verhindert. Das macht Gülle-Biomethan in der THG-Quote besonders wertvoll.

Mit Aufbereitung

CO₂ verkaufen

Bei der Aufbereitung zu Biomethan fällt fast reines CO₂ an. Verflüssigt geht es an Getränkehersteller, Gewächshäuser, Trockeneis und Industrie.

Zukunft

Aus CO₂ mehr Gas machen

Mit grünem Wasserstoff wird aus dem CO₂ zusätzliches Methan (Power-to-Gas). Die Anlage erzeugt dann mehr Gas aus demselben Substrat.

Zukunft

CO₂ speichern

Wird biogenes CO₂ dauerhaft gespeichert, entstehen negative Emissionen. Dafür gibt es am freiwilligen Markt Zertifikate. Der rechtliche Rahmen in Deutschland ist noch im Aufbau.

Für die typische Hofanlage mit BHKW heißt das: Der Klimavorteil ist da und hilft beim Verkauf. Bares Geld aus CO₂ gibt es erst mit Aufbereitung zu Biomethan, meist bei größeren Anlagen oder Gemeinschaftslösungen mehrerer Betriebe.
Begriffe einfach erklärt

EEG, THG-Quote und Co. in einem Satz

EEG
Erneuerbare-Energien-Gesetz. Es regelt, dass Strom aus Biogas vorrangig ins Netz darf und wie er bezahlt wird, meist 20 Jahre ab Inbetriebnahme.
Anzulegender Wert
Der garantierte Betrag je kWh Strom. Liegt der Börsenpreis darunter, gleicht die Marktprämie die Lücke aus.
Marktprämie
Anzulegender Wert minus Marktwert. Der Netzbetreiber zahlt sie aus, finanziert seit Juli 2022 aus dem Bundeshaushalt.
Direktvermarktung
Ab 100 kW verkauft ein Direktvermarkter den Strom an der Börse und zahlt den Erlös abzüglich Entgelt an die Anlage.
Flexibilitätszuschlag und Flexprämie
Geld je kW Leistung dafür, dass die Anlage dann Strom liefert, wenn er gebraucht wird. Zuschlag: 100 € je kW und Jahr für Anlagen mit Zuschlag. Flexprämie: für zusätzliche Leistung bei Bestandsanlagen.
Ausschreibung und Anschlussförderung
Nach 20 Jahren kann eine Anlage bei der Bundesnetzagentur weitere Förderung ersteigern. Höchstwert 2026 für Bestandsanlagen: 19,83 ct/kWh.
Biomassepaket
EEG-Änderung von 2025: mehr Ausschreibungsmenge, höherer Flexzuschlag, gefördert wird nur noch Strom aus den 11.680 Viertelstunden mit der höchsten Einspeisung im Jahr.
KWK-Bonus
Zuschlag in älteren EEG-Fassungen für Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplung, die nachweislich genutzt wird.
THG-Quote
Wer Benzin und Diesel verkauft, muss die Treibhausgase seiner Kraftstoffe gesetzlich senken. Dafür kauft er Biokraftstoffe wie Bio-CNG und Bio-LNG oder Quoten. Das bringt Biomethan einen Zusatzerlös.
CO₂-Preis (BEHG)
Nationaler Preis auf CO₂ aus Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel. Nachhaltig zertifiziertes Biomethan ist davon befreit und deshalb für Käufer attraktiver.
Nachhaltigkeitszertifizierung
Größere Anlagen weisen nach, dass Substrat und Klimabilanz den EU-Vorgaben entsprechen. Voraussetzung für Förderung und Quotenhandel.
Maisdeckel
Das EEG begrenzt den Anteil von Mais und Getreidekorn im Substrat.
Substrat-Kompass

Welches Substrat bringt wie viel Gas?

Richtwerte je Tonne Frischmasse. Der echte Ertrag hängt von Trockensubstanz, Silierqualität und Frische ab.

SubstratHerkunftBiogas je t (Richtwert)Rolle in der Anlage
MaissilageAcker180 bis 220 m³Energieträger Nr. 1, im EEG gedeckelt
Ganzpflanzensilage (GPS)Acker180 bis 200 m³Getreide als Alternative zu Mais
GrassilageGrünland150 bis 200 m³Nutzt Dauergrünland, faserreich
RindermistStall60 bis 100 m³Günstig, braucht Feststoffeintrag
RindergülleStall20 bis 30 m³Wenig Gas, stabilisiert die Biologie
LandschaftspflegegrasReststoffstark schwankendGünstig, Qualität sehr unterschiedlich
Wo der Wert sitzt

Vier Hebel entscheiden über den Verkaufspreis

Herkunft

Substrat gesichert

Lieferverträge, eigene Flächen, Güllezugang. Ohne gesicherte Versorgung steht die Anlage auf wackligen Füßen.

Vergärung

Genehmigung und AwSV

Bescheid passt zum Bestand, Umwallung und Leckageerkennung sind da, Prüfberichte liegen vor.

Verwertung

EEG-Restlaufzeit

Wie lange und zu welchem Satz wird vergütet? Dazu Flexibilisierung und Direktvermarktung.

Wärme und Gärrest

Zusatzerlöse und Lager

Zahlende Wärmekunden heben den Wert. Zu wenig Gärrestlager drückt ihn.

Alle Angaben sind Richtwerte und ersetzen keine Prüfung im Einzelfall. AgrarKapital, ein Team von Heinrichs Immobilien.

Nächster Schritt

Vom Beispiel zu Ihrer Anlage.

Das Schaubild zeigt, wo das Geld entsteht. Der Wert-Check fragt genau diese Punkte für Ihre Anlage ab – mit EEG-Restlaufzeit, Zuschlag, Wärme und Genehmigung – und liefert eine Ertragswert-Spanne.

Zum Biogas-Wert-Check

Vergärung. Bakterien bauen Gülle, Mist, Mais oder Reststoffe ohne Sauerstoff bei 38–42 °C ab. Nach 30–90 Tagen Verweilzeit entsteht Rohbiogas mit 50–60 % Methan; der Rest ist CO₂, Wasser, Schwefelwasserstoff.

Verwertung. Klassisch wird das Gas im Blockheizkraftwerk (BHKW) zu Strom (ins Netz) und Wärme (Hof, Nahwärme) – Wirkungsgrad gesamt 80–90 %. Alternativ wird es auf Erdgasqualität aufbereitet und als Biomethan eingespeist.

Kreislauf. Der Gärrest geht als Dünger auf die Flächen zurück. Genau hier greifen Düngeverordnung (Lagerkapazität) und AwSV (Dichtheit) – die größten Genehmigungsthemen beim Verkauf.

03 · Vergütung

EEG-Ende: Was nach 20 Jahren Festvergütung passiert.

Jede Anlage erhält ab Inbetriebnahme 20 Kalenderjahre eine feste Einspeisevergütung – je nach Jahrgang 15–25 ct/kWh inklusive Boni (NawaRo, Gülle, KWK). Für die Jahrgänge 2004–2011 endet diese Phase zwischen 2025 und 2031: in Bayern betrifft das über 1.000 Anlagen.

Danach gibt es drei Möglichkeiten: Direktvermarktung zum Marktwert (2025: 6–9 ct/kWh – zu wenig für Substratkosten), eine zehnjährige Anschlussvergütung über die EEG-Ausschreibung (Zuschlag nötig, Höchstwert 2025 bei 19,43 ct/kWh, 2026 um 1 % sinkend) oder der Umstieg auf Biomethan. Die Ausschreibung verlangt Flexibilität: Die Anlage muss mindestens das Doppelte der Bemessungsleistung installiert haben und bedarfsgerecht fahren.

Wichtig für Verkäufer: Der Zuschlag ist anlagenbezogen und geht mit über. Eine Anlage mit frischem 10-Jahres-Zuschlag ist für Käufer finanzierbar – eine ohne ist ein Projekt mit Risiko. Das macht 500.000 € und mehr im Preis aus.

Faustzahlen

  • 500 kW Bemessungsleistung≈ 4,2 Mio. kWh/Jahr
  • EEG-Vergütung 20 ct≈ 840.000 € Umsatz/Jahr
  • Marktwert 7 ct≈ 300.000 € – Deckungslücke
  • Flex-Umbau (Überbauung 2–3)300–800 T€ Invest
  • Biomethan-Aufbereitung2–5 Mio. € Invest

04 · Strategie

Fünf Wege nach dem EEG – und für welche Anlage sie passen.

1

Flexibilisierung + Ausschreibung

Anschlussförderung über die EEG-Ausschreibung (10 Jahre, Höchstwert 2025: 19,43 ct/kWh für Bestandsanlagen). Voraussetzung: Flex-Zuschlag, Überbauung, Gülleanteil. Für Anlagen 250–1.000 kW mit solider Substanz der Standardweg.

Erlös: mittel–hoch · Invest: 300–800 T€ · Risiko: Zuschlag

2

Biomethan-Einspeisung

Gas aufbereiten (Aminwäsche, Membran), ins Erdgasnetz einspeisen, als Biomethan an Kraftstoff- oder Wärmemarkt verkaufen. Lohnt ab ~700 Nm³/h Rohgas oder im Verbund mehrerer Anlagen (Sammelleitung).

Erlös: hoch · Invest: 2–5 Mio. € · Risiko: Netzanschluss

3

THG-Quote / Bio-LNG / Bio-CNG

Biomethan als Kraftstoff erzielt zusätzlich THG-Quotenerlöse (RED III, fortschrittliche Biokraftstoffe aus Gülle/Mist doppelt anrechenbar). 2024/25 eingebrochen (Betrugsfälle China-UER), ab 2026 mit Quotenanhebung wieder steigend.

Erlös: hoch, volatil · Invest: wie Biomethan · Risiko: Quotenpreis

4

Wärmenetz & Direktvermarktung

Strom in Direktvermarktung (Spotmarkt + Flexprämie), Wärme an Kommune/Gewerbe über Nahwärmenetz (Wärmeplanungsgesetz treibt Nachfrage). Kleine Anlagen mit gutem Wärmekunden überleben so ohne EEG.

Erlös: mittel · Invest: 200–600 T€ · Risiko: Wärmekunde

5

Stilllegung & Rückbau

Verkauf der Fläche, BHKW und Technik als Gebrauchtanlage, Fermenter als Güllelager weiter nutzen. Rückbaukosten 150–400 T€ – wer früh verkauft, vermeidet sie.

Erlös: gering · Invest: Rückbau · Risiko: Altlasten

05 · Kraftstoffmarkt

THG-Quote & RED III: Warum Gülle-Biomethan plötzlich Gold wert ist.

Mineralölunternehmen müssen die Treibhausgasemissionen ihrer Kraftstoffe senken – 2026 um 12 %, bis 2030 um 25 %. Erfüllen sie das nicht selbst, kaufen sie THG-Quoten von Lieferanten erneuerbarer Kraftstoffe. Biomethan aus Gülle und Mist gilt als „fortschrittlich“ und hat eine negative CO₂-Bilanz (vermiedene Methanemissionen) – es erzielt die höchsten Quotenerlöse.

2024 und 2025 brach der Markt ein: gefälschte Upstream-Projekte aus China, Doppelanrechnung und eine Quotenübererfüllung drückten den Preis von über 400 €/t CO₂ auf unter 100 €. Für Biomethan-Einspeiser halbierte sich der Zusatzerlös.

Ab 2026 dreht sich das Bild: RED III wird umgesetzt, die Doppelanrechnung fällt weg, die Quote steigt jährlich, Übertragungen aus Vorjahren sind begrenzt. Fachverbände erwarten wieder 150–250 €/t. Für eine 500-kW-Anlage auf Biomethan sind das 150.000–400.000 € Zusatzerlös im Jahr – wenn die Gülle-Nachweise (Nabisy, Zertifizierung REDcert/ISCC) sauber sind.

Für den Verkauf heißt das: Dokumentierte Substratherkunft mit hohem Gülleanteil ist ein Preisargument. Käufer aus dem Biomethan-Sektor zahlen dafür Aufschläge.

06 · Einspeisung

Biomethan-Einspeisung: Aufbereitung, Netzzugang, Erlöse.

Aufbereitung

Membran- oder Aminwäsche entfernt CO₂ bis ≥ 96 % Methan; Trocknung, Odorierung, Konditionierung auf Netzqualität (DVGW G 260/262). Methanschlupf < 0,2 % Pflicht.

Netzzugang

Der Netzbetreiber muss anschließen (GasNZV); 75 % der Anschlusskosten bis 10 km trägt er, der Rest der Einspeiser. Entscheidend: Druckstufe und Aufnahmekapazität des Netzes im Sommer.

Erlöse

Biomethan 2025: 7–10 ct/kWh für Wärme-/Stromkunden, 10–14 ct inkl. THG-Erlös am Kraftstoffmarkt. Verträge 5–10 Jahre mit Energieversorgern, Stadtwerken oder Bio-LNG-Herstellern.

Verbundlösungen sind der Trend: Drei bis acht Nachbaranlagen leiten Rohgas über eine Sammelleitung zu einer gemeinsamen Aufbereitung. Das macht auch 250-kW-Anlagen biomethanfähig – und ist genau das Modell, das Portfolio-Käufer suchen.

07 · Bewertung

Was eine Anlage wert ist – die acht Werttreiber.

  1. 01

    Restlaufzeit EEG / Anschlussvergütung

    Jedes Jahr Festvergütung ist bares Geld: 500-kW-Anlage ≈ 700–900 T€ Umsatz/Jahr.

  2. 02

    Substratbasis

    Eigene Flächen und Güllelieferverträge > 10 Jahre sind mehr wert als Mais vom Markt.

  3. 03

    Wärmekonzept

    Nahwärmenetz mit Abnahmevertrag erhöht Wert und Finanzierbarkeit erheblich.

  4. 04

    Technischer Zustand

    BHKW-Betriebsstunden, Fermenterzustand, Gasspeicher, Rührwerke – Gutachten vor Verkauf.

  5. 05

    Genehmigungslage

    BImSchG-Bescheid, AwSV-Nachweise, Störfall-Status, Lagerkapazität nach DüV.

  6. 06

    Netz & Einspeisepunkt

    Vorhandener Erdgasnetzanschluss oder Umspannwerk in der Nähe eröffnet Biomethan und Flex.

  7. 07

    Flächen & Logistik

    Hofnahe Flächen, Silolager, Zufahrt für 40-Tonner, Nachbarschaftsfrieden.

  8. 08

    Personal & Know-how

    Dokumentierte Prozesse, Mitarbeiter, Wartungsverträge – entscheidend für Investoren ohne Landwirtschaft.

Wir bewerten nach Ertragswert (Cashflow über Restvergütung plus Szenario Flex oder Biomethan, abgezinst) und prüfen gegen Substanzwert (Technik, Gebäude, Flächen). Eine Spanne mit Begründung – das ist die Grundlage für Käufergespräche und Bankfinanzierung.

08 · Wert-Check

Biogas-Wert-Check: Was ist Ihre Anlage ungefähr wert?

Fünfzehn Fragen, die jeder Betreiber aus Jahresabrechnung, Genehmigung und Substratbilanz beantworten kann. Daraus rechnen wir den Ertragswert der Restvergütung, den wahrscheinlichsten Weg nach dem EEG und den Substanzwert als Untergrenze – und zeigen, welche Punkte Ihren Preis heben oder drücken.

Schritt 1 von 4

Anlage & Vergütung

Anschlussvergütung (EEG-Ausschreibung) gesichert?

Schritt 2 von 4

Substrat & Flächen

Substrat-Lieferverträge
Grundstück der Anlage

Schritt 3 von 4

Wärme, Flex & Gasnetz

Wärmenutzung
Flexibilisierung

Schritt 4 von 4

Technik & Genehmigung

Zustand BHKW und Fermenter
Gärrestlager-Kapazität
Genehmigungslage

Ihr Ergebnis · Orientierungsspanne Ertragswert

1,14 Mio. € – 1,54 Mio. €

Verkaufbar mit HausaufgabenVerkaufbarkeit 5/10

Jahresstrom

3,6 Mio. kWh

EEG-Restlaufzeit

4 Jahre · bis 2030

Überschuss heute

11,2 ct/kWh ≈ 403 T€/Jahr

Substanzwert (Untergrenze)

475 T€

Weg nach dem EEG

Direktvermarktung / Stilllegung

Vereinfachtes Ertragswertmodell (Kalkulationszins 8 %, 8.000 Volllaststunden, Faustwerte 2026). Keine Bewertung im Sinne eines Gutachtens – die belastbare Spanne entsteht mit Jahresabrechnung, Genehmigungsakte und Substratbilanz.

Belastbare Spanne statt Orientierung?

Wir rechnen Ihre Eingaben mit Jahresabrechnung und Genehmigungsakte nach – kostenlos, diskret, ohne Verkaufszwang.

09 · Bewertung in drei Stufen

Was wir wissen müssen, um von der Spanne zum Preis zu kommen.

Stufe 1 · Wert-Check (2 Minuten)

Was wir brauchen: Die 15 Fragen oben: Leistung, Inbetriebnahme, Vergütung, Zuschlag, Substrat, Flächen, Wärme, Flex, Gasnetz, Technik, Lager, Genehmigung.

Ergebnis: Orientierungsspanne, Ampel, wahrscheinlichster Weg nach dem EEG. Genügt für die Entscheidung: weiter prüfen oder nicht.

Stufe 2 · Unterlagen (1–2 Wochen)

Was wir brauchen: EEG-Jahresabrechnungen der letzten 3 Jahre (Netzbetreiber), Einspeise- und Direktvermarktungsvertrag, BImSchG-/Baugenehmigung mit Nebenbestimmungen, letzte Sachverständigenprüfung (AwSV, TRAS 120), Substratbilanz und Einsatzstofftagebuch, Lieferverträge, Wärmelieferverträge, Wartungs- und Vollwartungsverträge BHKW, Betriebsstunden und Generalüberholungen, Grundbuch/Pachtvertrag Standort, Gärrestlager-Nachweis, Versicherungen, ggf. Flex-Prämien-Bescheid oder Ausschreibungszuschlag.

Ergebnis: Belastbare Ertragswert-Spanne mit zwei bis drei Szenarien (Weiterbetrieb, Anschlussvergütung, Biomethan) – bankfähig als Gesprächsgrundlage.

Stufe 3 · Vor Ort & Datenraum (2–4 Wochen)

Was wir brauchen: Begehung mit Technikcheck (Fermenter, Rührwerke, Gasspeicher, BHKW, Gasaufbereitung falls vorhanden), Gespräch mit Netzbetreiber zur Netzkapazität, Prüfung Biomethan-Machbarkeit (Gasnetz-Druckstufe, Sammelleitung mit Nachbarn), Abstimmung Genehmigungsbehörde zu offenen Auflagen, Aufbau des digitalen Datenraums für Käufer.

Ergebnis: Verkaufsfertiges Exposé mit Zahlenwerk, Szenarien und vollständigem Datenraum. Käufergespräche starten mit Fakten, nicht mit Rückfragen.

Die Bewertung ist kostenlos, weil sie unsere Arbeitsgrundlage ist: Nur mit sauberem Zahlenwerk finden wir den Käufer, der den Ertragswert zahlt – statt des Schrottwerts. Unterlagen behandeln wir vertraulich; nichts geht ohne Ihre Freigabe an Dritte.

10 · Markt

Wer Biogasanlagen kauft – und was jeder Käufertyp prüft.

Landwirte & Nachbarbetriebe

Wollen Gülle verwerten, Wärme nutzen, Flächen sichern. Prüfen Substratlogistik und Arbeitsaufwand.

Energieversorger & Stadtwerke

Suchen Biomethan-Mengen und Wärmequellen für kommunale Wärmeplanung. Prüfen Einspeisung, Verträge, Laufzeit.

Biomethan-Portfolios & Fonds

Kaufen mehrere Anlagen im Verbund (Sammelleitung). Prüfen Rohgasmenge, THG-Qualität, Genehmigungen.

Projektentwickler

Repowern zu Flex- oder Biomethananlage. Prüfen Netz, Fläche, Erweiterbarkeit, Restwert der Technik.

11 · Ablauf

So läuft der Verkauf einer Biogasanlage – sechs Schritte, sechs bis zwölf Monate.

  1. 1

    Erstgespräch & Zielklärung

    Verkauf, Beteiligung, Verpachtung oder Repowering mit Partner? Zeitplan, Steuer, Nachfolge.

  2. 2

    Anlagen-Check & Datenraum

    Bescheide, Einspeiseverträge, Substratverträge, Wartung, Betriebsstunden, Bilanzen 3 Jahre, Flächen – strukturiert aufbereitet.

  3. 3

    Bewertung

    Ertragswert (DCF über Restlaufzeit + Szenarien Flex/Biomethan) plus Substanz- und Flächenwert. Realistische Spanne, kein Wunschpreis.

  4. 4

    Käuferansprache

    Diskret an geprüfte Energieversorger, Portfolios, Nachbarbetriebe. Kein Inserat ohne Ihr Okay.

  5. 5

    Verhandlung & Struktur

    Asset Deal vs. Share Deal, Übergang Genehmigung (§ 15 BImSchG Anzeige), Mitarbeiter, Lieferverträge, Gewährleistung.

  6. 6

    Notar & Übergabe

    Kaufvertrag, Flächenübertragung, Einspeisevertrag, Netzbetreiber, Versicherungen – wir begleiten bis zum Betreiberwechsel.

Aktuell im Angebot: Biogasanlage mit Wärmekonzept bei Rosenheim

Etablierte Anlage, Biomethan-Perspektive, 1,65 Mio. €.

Exposé ansehen

Häufige Fragen zum Verkauf von Biogasanlagen

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Der nächste Schritt

Lassen Sie Ihre Anlage bewerten – mit Szenarien, nicht mit Bauchgefühl.

Restlaufzeit, Substrat, Wärme, Technik, Genehmigung: Wir prüfen die acht Werttreiber und sagen Ihnen, was realistisch ist – und welcher Käufertyp zu Ihrer Anlage passt. Diskret, kostenlos, unverbindlich.

Kostenlos, unverbindlich, diskret · Mo–Fr 9–17 Uhr · 08161/18505-50

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Schritt 1 von 3

Fläche & Standort

Keine automatische Online-Bewertung. Persönliche Einschätzung durch AgrarKapital.