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Ratgeber · 23. Februar 2026

Eigenjagd kaufen in Bayern: Der ultimative Leitfaden 2026

Der Traum von der eigenen Jagd in den malerischen Wäldern und Fluren Bayerns - für viele passionierte Jäger ist er der Inbegriff von Freiheit und Waidgerechtigkeit. Doch wer eine Eigenjagd in Bayern kaufen möchte, sieht sich oft mit großen Unsicherheiten konfrontiert: Komplexe Gesetze, die Sorge vor…

Eigenjagd kaufen in Bayern: Der ultimative Leitfaden 2026

Der Traum von der eigenen Jagd in den malerischen Wäldern und Fluren Bayerns - für viele passionierte Jäger ist er der Inbegriff von Freiheit und Waidgerechtigkeit. Doch wer eine Eigenjagd in Bayern kaufen möchte, sieht sich oft mit großen Unsicherheiten konfrontiert: Komplexe Gesetze, die Sorge vor versteckten Kosten und die Schwierigkeit, überhaupt ein passendes Revier auf dem diskreten Markt zu finden, können entmutigen. Die Angst vor einer teuren Fehlinvestition ist allgegenwärtig und verständlich, denn es geht um weit mehr als nur um einen Grundstückskauf.

Genau hier setzt unser ultimativer Leitfaden für 2026 an. Wir nehmen Sie an die Hand und geben Ihnen einen klaren Fahrplan, um Ihren Traum sicher und erfolgreich zu verwirklichen. In diesem Artikel entschlüsseln wir die spezifischen rechtlichen Voraussetzungen, geben Ihnen eine realistische Einschätzung der anfallenden Kosten und zeigen Ihnen, wie Sie den Wert von Wald und Wildbestand richtig bewerten. Machen Sie sich bereit, eine fundierte Entscheidung zu treffen und Ihre Leidenschaft schon bald auf eigenem Grund und Boden auszuleben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Verstehen Sie die rechtlichen Grundlagen, denn wer eine eigenjagd kaufen bayern möchte, sollte wissen, warum der Erwerb oft diskret über spezialisierte Partner erfolgt.
  • Eine klare Strategie ist entscheidend, um erfolgreich eine eigenjagd kaufen bayern zu können - vom ersten Suchen bis zur finalen Unterschrift.
  • Die Qualität eines Reviers ist mehr als nur die Größe; ein wichtiger Aspekt beim Plan eigenjagd kaufen bayern. Lernen Sie, die entscheidenden Faktoren wie Wildbestand, Lage und Potenzial zu bewerten.
  • Der Besitz geht über den Kaufpreis hinaus. Die Entscheidung, eine eigenjagd kaufen bayern, bringt laufende Kosten und Verantwortung für Hege und Pflege mit sich.

Was ist eine Eigenjagd in Bayern? Rechtliche Grundlagen verstehen

Der Traum vom eigenen Revier ist für viele Jäger, Investoren und Naturliebhaber ein zentrales Ziel. Wer eine Eigenjagd in Bayern kaufen möchte, betritt jedoch ein Feld mit klaren rechtlichen Rahmenbedingungen. Eine Eigenjagd ist weit mehr als nur ein Stück Land; sie ist ein exklusives, an das Grundeigentum gekoppeltes Privileg. Das Verständnis der bayerischen Gesetzeslage ist der erste und wichtigste Schritt auf dem Weg zum eigenen Jagdbezirk. Der entscheidende Unterschied liegt in der Abgrenzung zur weitaus häufigeren Genossenschaftsjagd, bei der das Jagdrecht gemeinschaftlich ausgeübt wird.

Definition nach dem Bayerischen Jagdgesetz (BayJG)

Die rechtliche Grundlage ist in Artikel 7 des Bayerischen Jagdgesetzes (BayJG) verankert. Das Gesetz folgt dem Grundsatz: Jagdrecht folgt Eigentum. Das bedeutet, das Recht zur Jagd ist untrennbar mit dem Besitz einer ausreichend großen, zusammenhängenden Fläche verbunden. Im Gegensatz zur Genossenschaftsjagd, wo sich viele kleinere Grundeigentümer zusammenschließen müssen, übt der Eigentümer einer Eigenjagd das Jagdrecht allein aus. Eine gute allgemeine Definition, die auch die bayerische Besonderheit erwähnt, liefert der Wikipedia-Artikel Was ist eine Eigenjagd?.

Mindestgröße und Arrondierung: Die wichtigsten Kriterien

Zwei Kriterien sind für die Anerkennung einer Eigenjagd durch die untere Jagdbehörde entscheidend:

  • Gesetzliche Mindestgröße: In Bayern muss eine zusammenhängende Grundfläche eine Mindestgröße von exakt 81,755 Hektar aufweisen. Diese spezifische Größe ist eine historische Besonderheit und weicht von den Regelungen anderer Bundesländer ab.
  • Arrondierung: Die Fläche muss „arrondiert“, also eine geschlossene Form haben. Das bedeutet, die Grundstücke müssen direkt aneinandergrenzen und eine jagdlich sinnvoll nutzbare Einheit bilden. Zersplitterte oder weit auseinanderliegende Parzellen qualifizieren sich nicht.

Sonderfälle oder Ausnahmen von diesen strengen Regeln sind äußerst selten. Die Erfüllung beider Kriterien ist die Grundvoraussetzung für die Entstehung eines Eigenjagdreviers.

Wer darf eine Eigenjagd besitzen?

Der Besitz einer Eigenjagd ist nicht auf eine bestimmte Personengruppe beschränkt. Eigentümer können sein:

  • Natürliche Personen (Privatpersonen)
  • Personengesellschaften (z. B. eine GbR oder KG)
  • Juristische Personen (z. B. eine GmbH, eine Stiftung oder eine AG)

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass der Eigentümer selbst einen Jagdschein besitzen muss. Dies ist nicht der Fall. Besitzt der Eigentümer keine Jagdberechtigung, ist er gesetzlich verpflichtet, das Jagdausübungsrecht an einen oder mehrere pachtfähige Jäger zu verpachten. Dies eröffnet auch für reine Kapitalanleger die Möglichkeit, eine Eigenjagd in Bayern zu kaufen und durch Pachteinnahmen zu bewirtschaften.

Der Markt für Eigenjagden in Bayern: Preise und Angebote finden

Wer eine Eigenjagd kaufen in Bayern möchte, stellt schnell fest: Der Markt ist äußerst diskret und unterscheidet sich grundlegend vom klassischen Immobilienmarkt. Eigenjagdreviere sind nicht nur Orte der Passion, sondern auch wertvolle Kapitalanlagen, die oft über Generationen in Familienbesitz bleiben. Angebote werden selten auf öffentlichen Portalen inseriert. Vielmehr erfolgen Verkäufe meist im Verborgenen über persönliche Netzwerke und spezialisierte Vermittler, um die Privatsphäre der Eigentümer zu wahren und nur ernsthafte, bonitätsstarke Interessenten anzusprechen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen, die eine zusammenhängende Fläche als Eigenjagdbezirk definieren, sind dabei streng im Bayerischen Jagdgesetz (BayJG) geregelt.

Wie und wo finden Sie passende Angebote?

Der effektivste Weg zu Ihrer Traum-Eigenjagd führt über einen spezialisierten Makler. Wir bei AgrarKapital verfügen über ein exzellentes, über Jahre gewachsenes Netzwerk zu Eigentümern, Notaren und landwirtschaftlichen Beratern. Dies ermöglicht uns den Zugang zu exklusiven Angeboten, die nie den öffentlichen Markt erreichen. Während vereinzelte Inserate auf Online-Portalen auftauchen können, fehlt dort oft die nötige Expertise für eine fundierte Bewertung. Persönliche Kontakte in der Land- und Forstwirtschaft sind ebenfalls wertvoll, aber für Außenstehende schwer zu knüpfen. Der einfachste Schritt ist daher: Lassen Sie sich in unsere Suchkartei aufnehmen. Wir informieren Sie diskret, sobald ein passendes Objekt verfügbar wird.

Preisfaktoren: Was bestimmt den Wert einer Eigenjagd?

Der Preis einer bayerischen Eigenjagd ist eine komplexe Summe aus land-, forst- und jagdwirtschaftlichen Faktoren. Eine pauschale Angabe pro Hektar ist kaum möglich, da jede Immobilie einzigartig ist. Die wichtigsten Werttreiber sind:

  • Lage und Erreichbarkeit: Nähe zu Ballungszentren wie München treibt den Preis. Eine gute Anbindung ist essenziell.
  • Flächenqualität: Der Wert des Waldes (Holzbodenwert, Baumarten, Alter) und der landwirtschaftlichen Flächen ist entscheidend.
  • Wildbestand: Reviere mit begehrtem Hochwild wie Rot- oder Gamswild sind deutlich teurer als reine Niederwildreviere.
  • Infrastruktur: Eine gepflegte Jagdhütte, ein gut ausgebautes Wegenetz und vorhandene Ansitzeinrichtungen steigern den Wert erheblich.

Regionale Preisunterschiede in Bayern

Die Preise für Eigenjagden variieren in Bayern stark. Am teuersten sind Reviere im Alpenvorland und in den Voralpen, wo hohe Grundstückspreise und eine enorme Nachfrage aufeinandertreffen. Hier können die Preise pro Hektar deutlich über dem Durchschnitt liegen. Günstigere, aber dennoch hochattraktive Jagdmöglichkeiten finden sich oft in Regionen wie dem Bayerischen Wald, der Oberpfalz oder Teilen Frankens. Der Holzbodenpreis spielt eine immer größere Rolle, da ein gut bewirtschafteter Wald nicht nur jagdliche, sondern auch erhebliche forstwirtschaftliche Erträge als sichere Kapitalanlage verspricht.

Eigenjagd kaufen bayern

Der Kaufprozess Schritt für Schritt: Von der Suche bis zum Eigentum

Wer eine eigenjagd kaufen bayern möchte, begibt sich auf einen Weg, der sorgfältige Planung und Expertise erfordert. Der Prozess ist weit mehr als ein einfacher Immobilienkauf und kann von der ersten Suche bis zur finalen Eintragung im Grundbuch mehrere Monate bis über ein Jahr in Anspruch nehmen. Die Komplexität ergibt sich aus forst-, jagd- und grundstücksrechtlichen Besonderheiten. Eine professionelle Begleitung ist daher nicht nur eine Empfehlung, sondern oft der Schlüssel zum Erfolg, um kostspielige Fehler zu vermeiden. Der Kauf lässt sich typischerweise in drei zentrale Phasen gliedern.

Phase 1: Suche und Erstbewertung

Zunächst definieren Sie Ihr persönliches Anforderungsprofil: Welche Wildarten möchten Sie bejagen? Welche Reviergröße und Waldstruktur bevorzugen Sie und welches Budget steht zur Verfügung? Anhand dieser Kriterien werden passende Angebote und Exposés geprüft. Bei der ersten Revierbesichtigung sollten Sie nicht nur auf den Baumbestand und die Jagdeinrichtungen wie Hochsitze achten, sondern auch auf die Erschließung (Wege), Wildspuren und eventuell vorhandene Wildschäden. Ein erster persönlicher Eindruck von der Lage und Beschaffenheit ist unerlässlich.

Phase 2: Due Diligence (Sorgfältige Prüfung)

Die Due Diligence ist die entscheidende Prüfungsphase. Hier werden alle relevanten Unterlagen tiefgehend analysiert, um die rechtliche und wirtschaftliche Situation der Eigenjagd zu bewerten. Zu den wichtigsten Schritten gehören:

  • Analyse des Grundbuchauszugs: Prüfung der Eigentumsverhältnisse sowie eingetragener Lasten wie Wegerechte oder Nießbrauch.
  • Prüfung des forstlichen Betriebsgutachtens: Dieses Dokument gibt detailliert Auskunft über Holzvorrat, Baumarten und nachhaltige Bewirtschaftung.
  • Einsicht in Abschussplan & Wildschadensprotokolle: Der Abschussplan, der sich an den Vorgaben des Bundesjagdgesetz (BJagdG) orientiert, gibt Aufschluss über die Wilddichte und die jagdliche Situation der letzten Jahre.
  • Genehmigung nach dem Grundstücksverkehrsgesetz (GrdstVG): Der Verkauf von forst- und landwirtschaftlichen Flächen bedarf in der Regel einer behördlichen Genehmigung.

Phase 3: Vertragsabschluss und Übergang

Sind alle Prüfungen positiv verlaufen, beginnt die finale Phase. Nach der Einigung über den Kaufpreis und die Vertragsdetails wird ein Notartermin vereinbart. Der Notar beurkundet den Kaufvertrag und sorgt für die rechtssichere Abwicklung. Anschließend veranlasst er die Auflassungsvormerkung und später die endgültige Eintragung des neuen Eigentümers ins Grundbuch. Mit dem Eigentumsübergang müssen Sie Ihre neue Eigenjagd umgehend bei der zuständigen unteren Jagdbehörde anmelden, um das Jagdausübungsrecht offiziell zu übernehmen.

Bewertungskriterien: So erkennen Sie eine gute Eigenjagd

Der Entschluss, eine Eigenjagd in Bayern zu kaufen, ist eine bedeutende Investition in Ihre Passion und in ein Stück Natur. Doch nicht nur die Größe in Hektar ist entscheidend, sondern vor allem die Qualität des Reviers. Eine gute Eigenjagd bietet eine ausgewogene Mischung aus jagdlichen Möglichkeiten und forstwirtschaftlichem Potenzial. Erfahrene Jäger und Waldbesitzer prüfen daher mehrere Kriterien sorgfältig, bevor sie eine Entscheidung treffen.

Wildbestand und jagdliche Möglichkeiten

Die Grundlage jeder Jagd ist ein gesunder und artenreicher Wildbestand. Informieren Sie sich genau über die Hauptwildarten wie Reh-, Rot- oder Schwarzwild. Ein Blick in die Abschusspläne der Vorjahre gibt Aufschluss über die Bestandsdichte und die bisherige Hege. Achten Sie besonders auf die Wildschadenssituation: Starke Verbissschäden an jungen Bäumen oder erhebliche Wühlschäden durch Schwarzwild können auf ein Ungleichgewicht hindeuten und hohe Kosten verursachen. Ein Revier mit Entwicklungspotenzial und einer ausgewogenen Wilddichte ist langfristig wertvoller.

Waldzustand und forstwirtschaftliches Potenzial

Ihre Eigenjagd ist nicht nur Jagdrevier, sondern auch eine Kapitalanlage. Der Zustand des Waldes spielt dabei eine zentrale Rolle. Ein klimastabiler Mischwald mit unterschiedlichen Baumarten und einer gesunden Altersstruktur ist deutlich wertvoller und widerstandsfähiger als eine Fichtenmonokultur. Wichtige Kennzahlen sind:

  • Baumartenverteilung: Anteil an Laub- und Nadelholz.
  • Altersstruktur: Eine Mischung aus Jung- und Altholz sichert nachhaltige Erträge.
  • Holzvorrat: Der Kubikmeter-Festgehalt pro Hektar bestimmt den aktuellen Holzwert.

Prüfen Sie zudem, ob staatliche Förderungen für einen ökologischen Waldumbau infrage kommen. Diese können die Wirtschaftlichkeit erheblich steigern.

Infrastruktur und Erreichbarkeit

Die praktische Nutzbarkeit eines Reviers hängt stark von seiner Infrastruktur ab. Ein gut ausgebautes und befahrbares Wegenetz ist essenziell - sowohl für die Jagd als auch für die Forstwirtschaft. Prüfen Sie den Zustand von Hochsitzen, Jagdhütten oder anderen Gebäuden. Eine solide, gut gelegene Jagdhütte steigert den Wert und den Erholungswert erheblich. Auch die Erreichbarkeit von der nächsten Ortschaft und ein stabiler Mobilfunkempfang sind heute wichtige Faktoren, die den Komfort und die Sicherheit im Revier beeinflussen.

Eine sorgfältige Prüfung dieser Kriterien stellt sicher, dass Sie eine nachhaltige Investition tätigen, die Ihnen über viele Jahre Freude bereitet. Wenn Sie eine Eigenjagd in Bayern kaufen, investieren Sie in ein wertvolles Gut, dessen Potenzial Sie voll ausschöpfen sollten. Entdecken Sie passende Angebote und lassen Sie sich von Experten beraten.

Kosten und Pflichten nach dem Kauf: Was auf Sie zukommt

Der Traum von der eigenen Jagd ist mit dem Kaufpreis allein nicht realisiert. Wer eine Eigenjagd in Bayern kaufen möchte, übernimmt eine langfristige Verantwortung, die mit wiederkehrenden Kosten und gesetzlichen Verpflichtungen verbunden ist. Eine solide Finanzplanung ist daher unerlässlich, um die Jagd nachhaltig und mit Freude betreiben zu können. Gleichzeitig bietet eine Eigenjagd aber auch Einnahmepotenziale, die zur Deckung der Ausgaben beitragen können.

Einmalige und laufende Kosten im Überblick

Neben dem reinen Kaufpreis fallen diverse Nebenkosten an, die Sie von Anfang an einkalkulieren sollten. Die laufenden Betriebskosten sind ebenfalls ein wesentlicher Faktor für die Wirtschaftlichkeit Ihrer Jagd.

  • Kaufnebenkosten: Rechnen Sie mit der Grunderwerbsteuer (in Bayern 3,5 %), Notargebühren sowie den Kosten für die Eintragung ins Grundbuch. Zusammen machen diese Posten etwa 5-6 % des Kaufpreises aus.
  • Laufende Kosten: Hierzu zählen die jährliche Jagdsteuer an die Gemeinde, die Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) sowie Ausgaben für die Hege (z.B. Salzlecken, Kirrungen) und die Instandhaltung von Wegen und Jagdeinrichtungen.
  • Versicherungen: Eine Jagdhaftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben. Dringend empfohlen wird zudem eine Waldbesitzerhaftpflicht, die Sie gegen Schäden durch umstürzende Bäume absichert.

Gesetzliche Pflichten des Eigentümers

Als Eigentümer einer Eigenjagd sind Sie nicht nur Jäger, sondern auch Heger und Manager eines Ökosystems. Das bayerische Jagdgesetz schreibt Ihnen konkrete Aufgaben vor:

  • Hegepflicht: Ihre vornehmste Pflicht ist die Erhaltung eines artenreichen und gesunden Wildbestandes sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen.
  • Abschussplanerfüllung: Sie müssen in Abstimmung mit der Jagdbehörde einen Abschussplan erstellen und diesen erfüllen, um die Wildbestände zu regulieren und Wildschäden zu vermeiden.
  • Wildschadensersatz: Sie sind grundsätzlich verpflichtet, Landwirten Schäden zu ersetzen, die Schalenwild auf deren Flächen verursacht.
  • Verkehrssicherungspflicht: Entlang öffentlicher Straßen und Wege müssen Sie sicherstellen, dass von Ihrem Wald keine Gefahr für Dritte ausgeht (z.B. durch Totholz).

Einnahmequellen zur Finanzierung

Eine gut geführte Eigenjagd kann sich teilweise oder sogar vollständig selbst tragen. Die langfristige Wirtschaftlichkeit ist ein entscheidender Faktor, wenn Sie eine Eigenjagd in Bayern kaufen. Folgende Einnahmen sind möglich:

  • Forstwirtschaft: Der Verkauf von Holz ist oft die bedeutendste Einnahmequelle.
  • Jagderlaubnisscheine: Sie können entgeltliche Jagderlaubnisscheine an andere Jäger vergeben.
  • Wildbretverkauf: Die Vermarktung von hochwertigem Wildfleisch direkt an Endverbraucher oder die Gastronomie.
  • Verpachtung: Sofern landwirtschaftliche Flächen zum Eigenjagdbezirk gehören, können diese verpachtet werden.

Eine sorgfältige Planung und Kalkulation sind der Schlüssel zum Erfolg. Bei AgrarKapital unterstützen wir Sie dabei, alle finanziellen und rechtlichen Aspekte Ihres Vorhabens professionell zu bewerten.

Fazit: Ihr Weg zur Traum-Eigenjagd in Bayern

Der Erwerb einer Eigenjagd ist eine bedeutende Entscheidung, die weit über eine reine Immobilieninvestition hinausgeht. Es ist die Verwirklichung einer Passion und eine langfristige Verpflichtung gegenüber der Natur und der Waidgerechtigkeit. Wie unser Leitfaden verdeutlicht hat, sind ein fundiertes Verständnis der rechtlichen Rahmenbedingungen, eine akribische Bewertung des Reviers sowie eine transparente Kalkulation der Folgekosten die entscheidenden Säulen für Ihren Erfolg. Wenn Sie eine Eigenjagd in Bayern kaufen, sichern Sie sich nicht nur ein Stück Land, sondern ein wertvolles Erbe für kommende Generationen.

Ein derart komplexes und oft emotionales Vorhaben erfordert einen erfahrenen Partner an Ihrer Seite. Als führender Spezialist für Agrar- und Forstimmobilien in Bayern stehen wir Ihnen mit umfassender Expertise zur Seite. Wir garantieren Ihnen eine absolut diskrete Vermittlung, erstellen professionelle Bewertungen und nutzen unser weitreichendes Netzwerk, um Ihnen exklusiven Zugang zu erstklassigen Angeboten zu verschaffen, die dem öffentlichen Markt oft verborgen bleiben.

Machen Sie den ersten Schritt zur Verwirklichung Ihres Traums. Finden Sie Ihre Traum-Eigenjagd in Bayern mit unserer Expertise. Wir freuen uns darauf, Sie auf diesem einzigartigen Weg professionell und engagiert zu begleiten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Kauf einer Eigenjagd in Bayern

Kann ich als Nicht-Jäger eine Eigenjagd in Bayern kaufen?

Ja, das ist grundsätzlich möglich. Der Erwerb von Grundbesitz und das Jagdausübungsrecht sind rechtlich getrennt. Als Nicht-Jäger können Sie die Fläche erwerben, dürfen die Jagd aber nicht selbst ausüben. Sie sind verpflichtet, das Jagdausübungsrecht an einen pachtfähigen Jäger (Inhaber eines gültigen Jagdscheins) zu verpachten. Viele, die eine Eigenjagd in Bayern kaufen, nutzen diese Möglichkeit zur Generierung stabiler Pachteinnahmen und zur nachhaltigen Pflege des Reviers.

Wie lange dauert der gesamte Kaufprozess einer Eigenjagd?

Die Dauer des Kaufprozesses kann stark variieren und liegt typischerweise zwischen vier Monaten und über einem Jahr. Faktoren wie die Verhandlungen, die Finanzierungsbeschaffung und vor allem die behördlichen Genehmigungsverfahren beeinflussen den Zeitrahmen. Insbesondere das Genehmigungsverfahren nach dem Grundstücksverkehrsgesetz kann mehrere Monate in Anspruch nehmen. Eine sorgfältige Vorbereitung und professionelle Begleitung können den Prozess erheblich beschleunigen und für Klarheit sorgen.

Welche Steuern fallen beim Kauf und beim Besitz einer Eigenjagd an?

Beim Kauf fällt die Grunderwerbsteuer an, die in Bayern derzeit 3,5 % des notariellen Kaufpreises beträgt. Zu den laufenden Kosten gehören die jährliche Grundsteuer, deren Höhe von der jeweiligen Gemeinde festgelegt wird, sowie die Jagdsteuer. Einnahmen, die Sie durch die Verpachtung der Jagd erzielen, müssen Sie als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung in Ihrer Einkommensteuererklärung angeben und entsprechend versteuern.

Was passiert, wenn eine Eigenjagd durch Verkauf oder Erbteilung ihre Mindestgröße verliert?

In Bayern beträgt die gesetzliche Mindestgröße für einen Eigenjagdbezirk 81,755 Hektar zusammenhängender Fläche. Fällt ein Revier durch Teilung unter dieses Maß, erlischt sein Status als Eigenjagd. Die betroffenen Flächen werden dann per Gesetz einem benachbarten gemeinschaftlichen Jagdbezirk angegliedert. Der Eigentümer verliert das alleinige Jagdrecht, wird aber Mitglied der Jagdgenossenschaft und erhält einen Anteil an den Pachteinnahmen.

Ist eine Eigenjagd in Bayern eine sichere Kapitalanlage?

Ja, eine Eigenjagd gilt als sehr wertstabile und krisensichere Sachwertanlage. Grund und Boden sind ein endliches Gut, dessen Wert langfristig tendenziell steigt. Neben der potenziellen Wertsteigerung der Immobilie generiert die Verpachtung des Jagdrechts regelmäßige und inflationsgeschützte Einnahmen. Die hohe Nachfrage und das begrenzte Angebot, insbesondere in den attraktiven Regionen Bayerns, tragen zur Sicherheit dieser besonderen Investition bei.

Benötige ich für den Kauf die Genehmigung nach dem Grundstücksverkehrsgesetz?

Ja, in den allermeisten Fällen ist für den Erwerb einer Eigenjagd eine Genehmigung nach dem Grundstücksverkehrsgesetz (GrdstVG) zwingend erforderlich. Dieses Gesetz soll eine „ungesunde Bodenverteilung“ verhindern und dient dem Schutz der Landwirtschaft. Die zuständige Behörde prüft unter anderem, ob ein aktiver Landwirt ein Vorkaufsrecht geltend machen kann. Ein vollständiger und korrekt gestellter Antrag ist entscheidend für eine positive Entscheidung.

Welche Rolle spielt die untere Jagdbehörde beim Kauf?

Die untere Jagdbehörde, meist beim zuständigen Landratsamt angesiedelt, spielt eine zentrale Rolle. Sie prüft, ob alle jagdrechtlichen Voraussetzungen für den Eigenjagdbezirk erfüllt sind, insbesondere die Mindestgröße und die Arrondierung (Abrundung) der Flächen. Wenn Sie eine Eigenjagd in Bayern kaufen, stellt diese Behörde nach dem Erwerb den Anerkennungsbescheid aus. Eine frühzeitige Kommunikation mit der Behörde ist für einen reibungslosen Ablauf unerlässlich.

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